Dunkle Geschäfte in Afrika, Polizeiarbeit in den USA
Kriminalromane sind ein ideales Vehikel, um innerhalb fester Genrekonventionen über vollkommen andere Themen zu schreiben.
Besonders beeindruckend zeigt dies der diesjährige Grandmaster Stuart M. Kaminsky mit seinen beiden "CSI:NY"-Romanen. Auch D. B. Blettenberg schrieb nur auf den ersten Blick einen Abenteuerroman. Michael Connelly gibt einen weiteren intensiven Einblick in die alltägliche Polizeiarbei und Peter O'Donnells neuester Modesty Blaise-Roman ist gleichzeitig eine Beschreibung des Lebensgefühls der Swinging Sixties.
Axel Bußmer zu den neuen Werken von John le Carré, D. B. Blettenberg, Peter O'Donnell, Michael Connelly und Stuart M. Kaminsky ... mehr
Verbrechen lohnt sich für Parker und seine Erben
Alles begann 1962 mit einem dünnen Taschenbuch. Es erschien unter einem Pseudonym. Das Ende
wurde auf Wunsch des Verlegers geändert. Im Manuskript starb der Held. Im Buch überlebte er und brach mit der großen ungeschriebenen Regel des Kriminalromans. Denn der Held war ein Profi-Verbrecher, der am Ende der Geschichte nicht geläutert war.
Axel Bußmer über Gangster-, Caper- und Heist-Romane und zu den von Richard Stark, Max Allan Collins und Garry Disher erfundenen Berufsdieben ... mehr
Mord und Totschlag in Deutschland
Wie ist die erste Ernte des diesjährigen deutschsprachigen Krimiherbstes? Durchwachsen. Es gibt einige gute Werke, ein grottenschlechtes und vieles, das in dieser Form eigentlich nicht hätte gedruckt werden dürfen, weil letztendlich die Geschichte falsch aufgebaut wurde. Die absehbare Folge ist Desinteresse an der Geschichte, den Charakteren, dem Ende und Wut über die verplemperte Zeit.
Wirklich überzeugen konnten nur die Werke von Horst Eckert und Frank Göhre
Axel Bußmer zu den neuen Büchern von Norbert Klugmann, Leo P. Ard, Bernd Franzinger, Manfred Enderle, Wimmer Wilkenloh, Wolfgang Burger, Regula Venske, Horst Eckert und Frank Göhre ... mehr
Von versteckten Leichen, verbrecherischen Druiden, Golfspielern und Serienmördernn
Das Krimigenre ist ein Haus mit vielen Wohnungen. Gerne wird mit der Hardboiled-Form gespielt. Malcolm Pryce und José Luis Correa tun dies. Es werden Serienkiller gejagt. Keith Ablow und G. M. Ford präsentieren zwei verschiedene Serienmörder, die beide auf ihre Art Perfektion suchen. Pete Dexter reflektiert den Inhalt in der Form. Gianluca Morozzi sperrt in seinem spannenden Psychothriller drei Menschen in einen engen Fahrstuhl.
Axel Bußmer zu den neuen Büchern von Gianluca Morozzi, José Luis Correa, Malcolm Pryce, Keith Ablow, G. M. Ford und Pete Dexter ... mehr
Über Robert B. Parkers 29. Spenser-Roman
Bereits auf den ersten vier Seiten hat Robert B. Parkers in Boston ermittelnder Privatdetektiv Spenser seinen Auftrag und wir befinden uns wieder einmal in dem sich seit Jahrzehnten kaum verändernden Spenser-Kosmos.
Seinen ersten Auftritt hatte Spenser 1973, Kritiker und Leser waren begeistert , denn die Zeit für eine gründliche Revision der Figur des Privatdetektivs war gekommen.
Axel Bußmer über den Roman "Die blonde Witwe" und Robert B. Parkers bisheriges Werk ... mehr
Agenten, Ex-Polizisten und Polizisten auf der Jagd nach der Wahrheit
Mitten im Hochsommer sorgen die Verlage mit vier bekannt-beliebten Autoren für ausgezeichneten Nachschub. Es gibt ein Frühwerk von Ian Rankin, Robert Littell legt einen weiteren klugen Agententhriller vor, Leonardo Padura lässt seinen Ermittler einen Mord auf Ernest Hemingways Anwesen klären und Garry Dishers Polizisten müssen einen Mordfall aufklären.
Axel Bußmer zu den neuen, spannenden Werken von Rankin, Littell, Padura und Disher ... mehr
Mord & Totschlag für den Strandkorb
Sie wollen sich die Zeit des Bräunens mit einigen spannenden Krimis verkürzen, wissen aber noch nicht, welche Bücher sie einpacken sollen?
Dann gibt es hier einige Empfehlungen und – ganz im Gegensatz zum ursprünglichen Plan – einige Warnungen. Denn die neuen Werke von Michael Didbin, Felix Thijssen, Linda Fairstain und Cindy Gerard sind überraschend schlecht. Überhaupt nicht schlecht sind dagegen die Bücher von Jenny Siler, T. Jefferson Parker, Joe R. Lansdale und, für die Klassiker-Freunde, Rex Stout.
Axel Bußmer mit vier Warnungen und vier Empfehlungen für die heißen Tage ... mehr
Nachrichten von der Insel
Ein ziemlich morbides Völkchen scheint sich auf der Insel herumzutreiben. Jedenfalls wenn
wir die deutschen Titel als Anhaltspunkt nehmen: "In der Stunde des Todes", "Die Seelen der Toten" und "Und Friede den Toten". Dabei könnten die Bücher, trotz ähnlicher Titel, kaum unterschiedlicher sein. Es werden eine Reise zu den Obdachlosen von London, eine Odyssee durch die Welt der Kinderschänder, und ein Ausflug in die frühen achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts und das späte achtzehnte Jahrhundert angeboten.
Axel Bußmer zu den neuen Werken von Robert Goddard, Mark Billingham und Ian Rankin ... mehr ...
Aus einer britischen Parallelwelt
Straßenfeger. So wurden in den Sechzigern die
deutschen Verfilmungen der Bücher von Francis Durbridge genannt. Die Deutschen fieberten gespannt über mehrere Folgen der Lösung entgegen. Francis Durbridge definierte, neben Edgar Wallace, was viele Deutsche auch heute noch unter Krimis verstehen.Mit "Die Kette" liegt jetzt der letzte Durbridge-Film des deutschen Fernsehens auf DVD vor.
Axel Bußmer hat ihn gesehen ... mehr
Sie sind mitten unter uns
Ihre ersten Erfahrungen mit sexueller Gewalt machte Anna Salter unmittelbar nachdem
sie ihren Doktor in Psychologie von der Harvard University erworben hatte und Ende der Siebziger Jahres des vorherigen Jahrhunderts in eine kleine Stadt in Neuengland zog. Dort bemerkte sie auffallend viele Kinder, die physisch oder psychisch missbraucht worden waren. Sie wollte ihnen mit ihrem während des Studiums erworbenen Wissens helfen. Aber es ging nicht. Anna Salter vertiefte sich immer mehr in ihre Arbeit. Sie forschte, befragte Täter und publizierte Artikel in wissenschaftlichen Magazinen. Später schrieb sie vier hochgelobte Kriminalromane.
Axel Bußmer über Anna Salters Sachbuch "Dunkle Triebe" ... mehr
Ein Hurra für die jüngeren US-amerikanischen Krimi-Autoren
Bei der periodisch aufflammenden
Klage über die vielen guten US-amerikanischenKrimi-Autoren, die in ihrer Heimat immer noch erfolgreich verlegt werden, enthusiastische Kritiken erhalten, mit wichtigen Preisen ausgezeichnet und nicht mehr ins Deutsche übersetzt werden, werden deren jüngere Kollegen zu Unrecht oft vergessen. Einige aktuelle, erfreuliche Beispiele gefällig?
Axel Bußmer über die neuen Werke von Harlan Coben, Timothy Watts und G. M. Ford ... mehr
Fremde Gefilde erkunden
Versierte Krimileser kennen inzwischen jeden britischen Pub, jedes US-amerikanische Motel, jeden skandinavischen Grashalm und
natürlich jeden Schleichweg durch die bundesdeutsche Provinz. Aber wie sieht es mit dem Rest der Welt aus? Schlecht; wenn nicht Thomas Wörtche mit der von ihm im Unionsverlag herausgegebenen Krimireihe seit Jahren erfolgreich Pionierarbeit leisten würde und wenn ihm nicht inzwischen einige Nachahmer folgen würden ...
Axel Bußmer zu den aktuellen Büchern von Yasmina Khadra, Gabriel Trujillo Muñoz und Jürgen Schild ... mehr
Spannendes aus der mörderischen Großstadt
Die Metropole als Ort des Verbrechens und als Sündenbabel sind bekannte literarische Topoi. Außerdem hat sie, gegenüber der Provinz, einen unbestreitbaren Vorteil: es wirkt nicht
lächerlich, wenn ein Ermittler an einem Ort immer wieder in Kriminalfälle hineingezogen wird. Denn in einer Großstadt treffen so viele unterschiedliche Menschen, nicht alle mit ehrlichen Absichten, aufeinander, dass ein Autor genug Material für etliche Bücher hat. Und einige Verbrechen können nur in einer Großstadt begangen werden. Wie sieht es aktuell um den Zustand der großen Städte und des Verbrechens aus?
Axel Bußmer überprüft literarische Verbrechen in Zürich, Köln, München, Berlin, West Palm Beach und Los Angeles ... mehr
Ein Jazzpianist spielt Detektiv
Der gemeinsame Nenner und das besondere bei allen Evan Horne-Romanen von Bill Moody ist, dass sie Jazzkrimis sind. Moody geht bei seinen Büchern einen eigenen Weg: er schreibt über den Jazz nicht aus der Außenperspektive. Bei ihm taucht kein Ermittler in ein für ihn fremdes Milieu ein, sondern der Detektiv ermittelt in einem ihm sehr vertrauten Milieu.
Axel Bußmer über "Bird lives!" und die Evan Horne-Romane von Bill Moody ... mehr
Auf der Jagd nach dem Serienmörder-Gen
Kann noch irgendetwas Neues und Bahnbrechendes über Serienmörder geschrieben werden? Die forensische Psychologin Helen Morrison interviewte unmittelbar nach ihrer Ausbildung 1977 ihren ersten Serienmörder. Ihre nun veröffentlichten Erinnerungen ergeben ein unterhaltsames Buch mit einigen interessanten Porträts von Serienkillern und einer absurden, aber für Kneipengespräche tauglichen Theorie über Serienkiller verpassen.
Axel Bußmer über "Mein Leben unter Serienmördern – Eine Profilerin erzählt" von Helen Morrison & Harold Goldberg ... mehr
Enttäuschendes von der Insel
Was an Literatur den Ärmelkanal duchschwimmt und in deutschen Verlagen landet, ist leider nicht immer den Kraftakt des Lesens wert. Nicht spannend und mit wenig interessanten Charakteren ausgestattet sind nicht nur ein viel zu dicker Krimi um einen Privatdetektiven, sondern leider auch die in Buchform gegossenen Eintragungen eines "intimen" Webblogs.
Axel Bußmer über Belle de Jours "Die intimen Aufzeichnungen eines Londoner Callgirls" und "Die Tote im Meer" von Robert Edric ... mehr
Lollis und lockere Sprüche
Vor dreißig Jahren sorgte ein Glatzkopf mit einer Vorliebe für maßgeschneiderte Anzüge und Lollis in Manhattan Süd für Ruhe und Ordnung. Dort kannte er jeden Verbrecher, diese respektierten ihn und jedes Kind kannte und bewunderte ihn. Theo Kojak hieß der ermittelnde Detektiv.
Aus einem Spielfilm wurde innerhalb weniger Monate die Polizeiserie "Kojak". 118 Episoden wurden zwischen 1973 und 1978 ausgestrahlt.
Axel Bußmer über die DVD "Kojak: Einsatz in Manhattan – Staffel 1" ... mehr
Topps und Flopps
Wer hat enttäuscht, wer hat überrascht, wer hat begeistert im Verlauf des Jahres 2005?
Axel Bußmer stellt seine Topps und Flopps des Jahres 2005
in den Sparten Bücher, Sachbücher, Filme, TV-Serien und
TV-Filme vor und präsentiert zudem den Verlag des Jahres ... mehr
Doppeltes Geschenk für Noir-Fans
Mit dem Doppelschlag "Die schwarze Messe" und "Ketzerei in Orange" macht Frank Nowatzki in der von ihm herausgegebenen Reihe "pulp master" den Krimifans ein Angebot, das Sie nicht ablehnen können. Damit schließt Nowatzki eine der vielen, schmerzhaften Lücken in der deutschen Publikationsgeschichte von Charles Willeford.
Axel Bußmer über die Romane "Die schwarze Messe" und "Ketzerei in Orange" von Charles Willeford ... mehr
Die Armani-Cops sind wieder da...
Vor zwanzig Jahren war die trotz
der glänzenden Oberfläche sehr düstere Serie "Miami Vice" die Sensation im Fernsehen. Diese Polizistenserie von Michael Mann war eine gelungene Mischung aus Kino und MTV. In den USA begann das "Miami Vice"-Fieber 1984. Deutschland musste sich bis Dezember 1986 gedulden, ehe die Serie im ARD mit sensationellen Einschaltquoten startete und auch hier einen Fankult auslöste. Kürzlich veröffentlichte Universal die erste Staffel der auch heute noch absolut sehenswerten Krimiserie "Miami Vice".
Axel Bußmer über die DVD "Miami Vice – Staffel 1" ... mehr
Einmal Tokio, einmal Nordengland, einmal Saarland ...
Drei Kriminalromane:
Ein ausgezeichnetes Debüt, ein dritter und ein zweiter Band einer Serie. Romane, die mal sehr dick sind, oder weit in die Vergangenheit zurückgehen oder neue Varianten eines erprobten Motivs versuchen. Und auch schon einmal scheitern ...
Axel Bussmer über das Debüt von Don Lee, Martin Conraths zweiten Roman und Stephen Booth drittes Buch mit dem Ermittlergespann Cooper-Fry ... mehr
Leichen im Paradies, verschwindende Himmelsscheiben und Horrortrips ...
Bücher in der kritischen Betrachtung: ein
Krimi aus Baden-Baden, zugleich ein gelungenes Debüt. Noch ein Krimi, der zweite aus einer Serie, der zwar flüssig zu lesen ist, dessen Widersprüche sich jedoch nach dem Zuklappen immer stärker offenbaren. Und, zum Dritten, ein umfassender und fundierter Führer durch die düsteren und einflussreichen Krimidramen des Film Noir ...
Axel Bussmer über das Debüt von Rita Hampp, Jan Zweyers neuesten Roman und Paul Werners Sachbuch über den Film Noir ... mehr
Eine andere Art Polizeiserie
Die kompromisslose Cop-Serie "The Shield" erhält jetzt mit einer gut ausgestatteten DVD-Box ihre verdiente zweite Chance.
Denn gerade bei der DVD – und damit dem wiederholten und zügigen Sehen ohne Werbepausen – fällt auf, wie gut die verschiedenen Geschichten und Konflikte miteinander verknüpft sind. Ebenso wie konsequent bestimmte Konflikte vorbereitet und über mehrere Folgen erzählt wurden.
Axel Bussmer über die prallgefüllte DVD-Box zur Serie "The Shield" ... mehr
Einmal Top, einmal Flop aus Deutschland
Einer der inzwischen unterschätztesten deutschen Autoren von Kriminalromanen ist Horst Bieber. Er beherrscht sein Handwerk, er plottet gut, er entwirft glaubhafte Charaktere.
Auf den ersten Blick sieht auch Rüdiger Janczyks Debüt bei Emons gut aus. Ein kurzes Buch mit vielen Dialogen und einer guten Ausgangssituation. Einige vergnügliche Stunden sind garantiert. Denn, was kann jetzt noch schiefgehen?
Axel Bussmer erläutert, wieso sich beide Romane so stark unterscheiden und warum der eine verdammt gut und der andere missglückt ist ... mehr
Amerikanische Träume und Alpträume
Noir, Suspense und Film.
Dass dies zusammenpasst und die Medien sich gegenseitig befruchten, zeigen Bücher über Filmgeschichte und Krimi. Und eine wiederentdeckte Noir-Perle aus den 30-Jahren kann ein wenig schwächeln und zeitgenössische Noir-Romane können kleine Meisterwerke sein.
Axel Bussmer über die Filmbücher "Sex, Lies & Pulp Fiction" und "Filmgenres: Kriminalfilm", sowie über die Romane "Geißel der Niedertracht", "Der Tag der Katze" und "The Confession" ... mehr
Die mächtigen Verbrecher
Was haben ein Mittelalter-Krimi und ein Polizeikrimi
gemeinsam? Auf den ersten Blick nichts, außer einem jeweils deutschen Autor. Beim Lesen fallen weitere Gemeinsamkeiten auf: in beiden Büchern muss der Held sich gegen die Machthaber, damals die Kirche, heute die Politik, stellen und die Verachtung der Mächtigen für Recht und Gesetz ertragen.
Axel Bussmer über Horst Eckerts neuen Roman "617 Grad Celsius" um die Mordkommission KK 11 und Wolfgang Kemmers ersten historischen Kriminalroman "Feuersbrunst" ... mehr
Requiem für New York
9/11 ist für New Yorker der
Tag, an dem sich alles änderte. Mit "Small Town" schrieb Lawrence Block seinen Roman über diesen Tag und den Folgen für seine Stadt.
In "The Burglar on the prowl" ließ er Bernie Rhodenbarr unbeirrt von dem Terroranschlag durch die Stadt streifen, nur um mit seinem neuesten Buch "All the Flowers are dying", dem sechzehnten Roman mit Matthew Scudder, wieder zu 9/11 und den Folgen für die amerikanische Psyche zurückzukehren.
Aber bei seinem sechzehnten Roman mit Scudder verzichtet Lawrence Block vollkommen auf das kriminalistische Element.
Axel Bussmer über einen ungewöhnlichen Krimi, dessen Kunstgriffe und die Befindlichkeit der New Yorker ... mehr
Topps und Flops 2004
Axel Bussmer befürchtet, alt zu werden, einer von diesen Grantlern, die in ihrer
Jugend die Welt ändern wollten und heute immer wieder sagen: "Früher war alles besser."
Der Beweis sei sein Jahresrückblick auf die Topps und Flops 2004.
Gut wären "lauter Altmeister wie Hitchcock oder Jüngere, die sich an ihnen orientieren. Zeichen einer früh beginnenden Vergreisung?
Oder entwickele ich einfach nur langsam den Geschmack für das wirklich Gute und Schöne? Hm, ich hoffe letzteres."
Axel Bussmer stellt seine Topps und Flopps des Jahres 2004 in den Sparten Bücher, Sachbücher, Film, TV-Serien und TV-Filme vor ... mehr
Keine Fragen, nirgends
Aus einer spannenden US-amerikanischen TV-Krimiserie machen die Deutschen einfach einen langweiligen Abklatsch.
"Im Namen des Gesetzes" (RTL, dienstags, 21.15 Uhr) ist die deutsche Version von "Law & Order": dies zeigt sich am Vorspann (schwarzes Bild mit Voice-Over und dann der Titel der Serie), den schwarzen Inserts mit Ort und Datum der Szene (im Original öfter, in der Kopie seltener) und der Teilung jeder Episode in zwei etwa gleich lange Teile: zuerst die Ermittlungen der Polizei, dann die Gerichtsverhandlung.
Das alles hat der Sender übernommen. Dummerweise ist dies nur die Oberfläche, die Struktur. Axel Bussmer zu den neuen Folgen von "Im Namen des Gesetzes" mehr
Anständige Polizisten?
Fast ein Nachruf auf "The Shield – Gesetz der Gewalt"
Während in bundesdeutschen Krimi-Serien vielleicht ab und zu einmal ein korrupter
oder verbrecherischer Polizist auftaucht und spätestens am Ende der Sendung verhaftet wird, falls er nicht gleich Selbstmord begeht, sind in "The Shield" alle Cops mehr oder weniger korrupt und verbrecherisch und tauchen in der nächsten Folge wieder auf. Aber im Gegensatz zu verschiedenen us-amerikanischen Serien, die Selbstjustiz ohne ein Fünkchen Kritik glorifizieren und bei uns relativ regelmäßig floppen, werden in "The Shield" immer auch die Folgen ihrer Handlungen für die Täter gezeigt. Axel Bussmer über die Einstellung der Krimiserie "The Shield – Gesetz der Gewalt" mehr
Burleske und schonungslose Bestandsaufnahme
In "Spurensuche", seiner neuen Kolumne bei den Alligatorpapieren wird Axel Bussmer
regelmäßig darüber berichten, was ihm aufgefallen ist. In der ersten Folge schreibt er über zwei amerikanische Autoren, die einen ausgeprägten eigenen Stil haben und deren Krimis weit über die reinen Plots hinaus wirken. Wieso das Buch "Skinny Dip" zum Beispiel Carl Hiaasens Rückkehr zu seinen ätzenden, satirischen Analysen des american way of live in Florida bedeutet und warum George P. Pelecanos auch mit seinem Roman "Schuss ins Schwarze" beweist, daß er kein Krimi-Autor im herkömmlichen Sinn ist. Interessiert? Dann lesen Sie mehr
Bussmers Spurensuche
Ein Service der Alligatorpapiere
im
NordPark
Verlag
Alfred Miersch
Klingelholl 53
42281 Wuppertal
Tel.:0202/51 10 89
Kontakt