TV-Krimi-Buch-Tipps
28. August – 10. September
Hallo liebe Krimifreunde,
in den kommenden Tagen läuft für den geneigten Krimifan Alfred Hitchcocks Frederick-Knott-Verfilmung "Bei Anruf Mord", Bob Rafelsons James-M.Cain-Verfilmung "Wenn der Postmann zweimal klingelt", Francis Ford Coppolas "Cotton Club" (William Kennedy und Mario Puzo waren am Drehbuch beteiligt), Philip Noyces Charles-Williams-Verfilmung "Todesstille", Constantin Costa-Gavras geniale Donald-E.-Westlake-Verfilmung "Die Axt", Billy Wilders Agatha-Christie-Verfilmung "Zeugin der Anklage", Ridley Scotts Philip-K-Dick-Verfilmung "Blade Runner" (im Final Cut), Henri Verneuils John-Trinian-verfilmung "Lautlos wie die Nacht", Claude Sautets Claude-Néron-Verfilmung "Das Mädchen und der Kommissar", Robert Harmons Robert-B.-Parker-Verfilmung "Jesse Stone - Knallhart" und James Bond (aka Pierce Brosnan) rettet zweimal die Welt.
In der
Kriminalakte) gibt es neben dem täglichen TV-Tipp, dem Cover der Woche, Kleinkram aus der Welt des Verbrechens auch einige neue Besprechungen:
Buchkritiken
Frank Miller/Dave Gibbons:
Martha Washington
Jan Costin Wagner:
Das Schweigen
Robert Brack:
Blutsonntag
Ian Rankin: http://kriminalakte.wordpress.com/2010/08/09/hat-ian-rankin-%e2%80%9eein-reines-gewissen%e2%80%9c/ (The Complaints, 2009)
Filmkritiken
Das letzte Schweigen (die durchwachsene Verfilmung von Jan Costin Wagners "Das Schweigen")
Männer, die auf Ziegen starren (Oder: die Geschichte der wahren Jedi-Krieger)
Mona Lisa (toller Brit-Noir von Neil Jordan mit Bob Hoskins)
Und wer in Berlin ist, kann am Samstag, den 4. September, bestaunen, was die Texaner alles mit einer Kettensäge anstellen können:
kriminalakte2010/08
Ruhige Tage wünscht
Axel
Mit den Buchstaben oben kommt man zu den bisher besprochenen Filmen (sortiert nach Filmtiteln) ...
Und hier geht es zu Axels Blog:
kriminalakte
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Donnerstag, 2. September
Arte, 21.00
Die Axt
(F/B/E 2005, R.: Constantin Costa-Gavras)
Drehbuch: Constantin Costa-Gavras, Jean-Claude Grumberg
LV: Donald E. Westlake: The Ax, 1997 (Der Freisteller)
Der nicht mehr ganz junge Chemiker Bruno hat nach zwei Jahren erfolgloser Jobsuche die Faxen dicke. Er gibt eine Stellenanzeige auf und bringt seine Jobkonkurrenten um.
Bitterböse Satire auf den Kapitalismus, die von Jobsuchenden hoffentlich nicht als Vorbild genommen wird.
Stellvertretend für die vielen positiven Besprechungen: „Im Zeichen von Massenarbeitslosigkeit, Chancenlosigkeit und Globalisierungsdruck drehte Costa-Gavras … eine rabenschwarze Farce, die die Gegenwart nicht gerade in freundliches Licht taucht, und bei der das Lachen mehr als einmal ihm Halse stecken bleibt. Erschreckend an dieser Moritat auf der Folie einer durch und durch sexistisch aufgeladenen Gesellschaft ist vor allem, dass hier ein wohlsituierter Kleinbürger unter dem Druck der Umstände nicht nur zum Verbrecher und Mörder wird, sondern unter dem scheinbaren Zwang, seine Familie schützen zu müssen, ohne weiteres faschistoides Gedankengut produziert.“ (Lexikon des internationalen Films)
Mit José Garcia, Karin Viard, Geordy Monfils, Christa Theret, Ulrich Tukur, - in Nebenrollen einige Autoren und Regisseure - Jean-Claude Grumberg, John Landis, Julie Gavras (Tochter von Constantin Costa-Gavras), Donald E. Westlake (Cameo als alter Mann im Arbeitsamt)
auch bekannt als "Jobkiller - Eine mörderische Karriere"
Hinweise:
Homepage von Donald Westlake:
www.donaldwestlake.com/
Nachruf auf Donald E. Westlake:
kriminalakte/2009/01/02
Covergalerie Donald E. Westlake:
kriminalakte/2009/01/06
Meine Besprechung des Dortmunder-Romans „What’s so funny?“ in der Spurensuche:
Meine Besprechung des Dortmunder-Romans „Watch your back!“:
Krimijahrbuch 2006
Meine Besprechung des Dortmunder-Kurzromans „Die Geldmacher“ (Walking around money; erschienen in „Die hohe Kunst des Mordens“ [Transgressions]):
kriminalakte2007/06/12
Meine Besprechung von Donald E. Westlakes "Mafiatod" (361, 1962):
kriminalakte/2008/11/05/
Donald E. Westlake unter seinem Pseudonym Richard Stark in der Spurensuche:
Meine Besprechung des Parker-Romans „Ask the Parrot“:
Spurensuche No. 36
Die Vorstellung der Parker-Serie:
Spurensuche No. 30
Meine Besprechung des Dortmunder-Romans „Watch your back!“:
Krimijahrbuch 2006
Meine Doppelbesprechung von Richard Starks Parker-Romanen "Fragen Sie den Papagei" (Ask the Parrot) und "Dirty Money":
kriminalakte./2008/08/06/
ARD, 01.10
Psycho
(USA 1998, R.: Gus Van Sant)
Drehbuch: Joseph Stefano
LV: Robert Bloch: Psycho, 1959
Marion Crane stiehlt 400.000 Dollar. Auf ihrer Flucht übernachtet sie in Bates Motel. Das ist eine tödlicher Fehler. Denn die Mutter des netten Hotelbesitzers Norman Bates ist nicht ohne.
Blöde Idee: Gus Van Sant verfilmte in Farbe Hitchcocks Meisterwerk
"Psycho" einfach noch einmal Bild für Bild. Ein vollkommen überflüssiger
und langweiliger Film, bei dem viel Talent unsinnig verbraten wurde.
Mit Anne Heche, Viggo Mortensen, Vince Vaughn, Julianne Moore, William H. Macy, Robert Forster
Freitag, 3. September
Pro7, 20.15
JAMES BOND: Goldeneye
(GB 1995, R.: Martin Campbell)
Drehbuch: Michael France, Jeffrey Caine
LV: Figur von Ian Fleming
Buch zum Film: John Gardner: Goldeneye, 1995

Erster Auftritt von Pierce Brosnan als Agent mit der Lizenz zum Töten. Für Bond-Fans eine etwas lang geratene Tour durch die bisherigen Bond-Filme. Finanziell unglaublich erfolgreich, - obwohl Brosnan der stilloseste Bond aller Zeiten in diesem Film war: unrasiert (!) und schwitzend (!!!). DAS wäre den anderen niemals passiert.
Thriller-Autor John Gardner (u. a. einen Gegententwurf zu Bond: die Boysie Oakes-Serie über einen sehr unheldischen Geheimagenten) schrieb ab 1981 auf Wunsch der Fleming-Erben die Abenteuer von James Bond fort und hier das Buch zum Film.
Mit Sean Bean, Famke Jansen (die Bond in die Zange nimmt), Judi Dench (als M bezeichnet sie ihn als „Relikt aus dem Kalten Krieg“), Gottfried John, Joe Don Baker (mal wieder dabei, inzwischen auf der Seite der Guten), Robbie Coltrane
WDR, 23.15
Zeugin der Anklage
(USA 1957, R.: Billy Wilder)
Drehbuch: Larry Marcus, Billy Wilder, Harry Kurnitz
LV: Agatha Christie: The Witness for the Prosecution, 1933 (Kurzgeschichte, ursprünglich erschienen in "The Hound Of Death And Other Stories", Zeugin der Anklage)
Hat Leonard Vole eine reiche Witwe erschlagen? Für Staranwalt Sir Wilfried hängt alles von der Aussage von Voles Frau Christine ab.
Prototyp aller Gerichtsfilme und immer noch weitaus spannender als die aktuellen Gerichtsthriller (obwohl die Pointe bekannt sein dürfte), mit – in glänzender Spiellaune – Marlene Dietrich, Charles Laughton, Tyrone Power
Offizielle Agatha Christie-Homepage:
uk.agathachristie.com
MDR, 00.02
Kommissar Wallander: Die falsche Fährte
(S/GB/D 2008, R.: Philip Martin)
Drehbuch: Richard Cottan
LV: Henning Mankell: Villospår, 1995 (Die falsche Fährte)
Kommissar Wallander will herausfinden, warum sich ein 15-jähriges Mädchen vor seinen Augen verbrannte. Außerdem jagt er einen Serienmörder, der seine Opfer skalpiert.
Mit dem dritten Wallander-Darsteller ist den Briten natürlich ein Coup gelungen: Kenneth Branagh spielt ihn. Ansonsten sollen die drei BBC-Krimis sich an Mankells Bücher halten und spannend sein.
Mit Kenneth Branagh, Sarah Smart, Sadie Shimmin, Tom Beard, Tom Hiddleston
ARD, 00.20
Håkan Nesser: Das vierte Opfer
(S 2005, Erik Leijonborg)
Drehbuch: Håkan Nesser, Niklas Rockström
LV: Håkan Nesser: Borkmanns Punkt, 1994 (Das vierte Opfer)
Der gerade pensionierte Kommissar Van Veeteren jagt einen Axtmörder.
Ruhiger Auftakt der sechsteiligen Van Veeteren-TV-Serie.
Mit Sven Wollter
Einige Informationen über die TV-Serie:
www.hr-online.de
ARD, 01.50
Håkan Nesser: Münsters Fall
(S 2005, R.: Rickard Petrelius)
Drehbuch: Björn Carlström, Mårten Skogman, Stefan Thunberg
LV: Håkan Nesser: Münsters Fall, 1998 (Münsters Fall)
Van Veeterens Nachfolger Münster darf seinen ersten eigenen Mordfall klären. Doch alleine kann Münster den Fall des ermordeten Weinhändlers nicht klären. Also beginnt Van Veeteren im Hintergrund zu helfen.
Zweiter Van Veeteren-Krimi. Netter, in dunklen Farben gehaltener, langsam erzählter Whodunit.
Mit Sven Wollter
Ein Überblick über die TV-Serie:
www.hr-online.de
Samstag, 4. September
Pro7, 00.05
JAMES BOND: Goldeneye
(GB 1995, R.: Martin Campbell)
Drehbuch: Michael France, Jeffrey Caine
LV: Figur von Ian Fleming
Buch zum Film: John Gardner: Goldeneye, 1995

Erster Auftritt von Pierce Brosnan als Agent mit der Lizenz zum Töten. Für Bond-Fans eine etwas lang geratene Tour durch die bisherigen Bond-Filme. Finanziell unglaublich erfolgreich, - obwohl Brosnan der stilloseste Bond aller Zeiten in diesem Film war: unrasiert (!) und schwitzend (!!!). DAS wäre den anderen niemals passiert.
Thriller-Autor John Gardner (u. a. einen Gegententwurf zu Bond: die Boysie Oakes-Serie über einen sehr unheldischen Geheimagenten) schrieb ab 1981 auf Wunsch der Fleming-Erben die Abenteuer von James Bond fort und hier das Buch zum Film.
Mit Sean Bean, Famke Jansen (die Bond in die Zange nimmt), Judi Dench (als M bezeichnet sie ihn als „Relikt aus dem Kalten Krieg“), Gottfried John, Joe Don Baker (mal wieder dabei, inzwischen auf der Seite der Guten), Robbie Coltrane
MDR, 00.15
Blade Runner - Der Final Cut
(USA 1982, R.: Ridley Scott)
Drehbuch: Hampton Fancher, David Peoples
LV: Philip K. Dick: Do Androids dream of Electric Sheep?;
Blade Runner, 1968 (Träumen Roboter von elektrischen Schafen; Blade Runner)
LA, 2019: Rick Deckard soll vier Replikanten finden.
Damals kam er bei der Kritik solala an und im Kino lief er auch nicht so toll. Aber seitdem entwickelte "Blade Runner" sich zu einem der stilbildenden Science-Fiction-Filme und Lieblingsobjekte von Wissenschaftlern für Interpretationen.
"Der Final Cut" ist die von Ridley Scott ursprünglich geplante Version, die sich nur in Details von früheren Versionen (Off-Sprecher, Ende, einige Effekte und minimal andere Schnittfolgen) unterscheidet.
Eine zeitgenössische Kritik: "'Blade Runner' ist ein Film des Dekors (...) Technische Phantasie und die Story, soweit sie erkennbar wird, liegen weit über dem Standard heutiger Science-fiction-Filme. Dennoch ist auch 'Blade Runner' ein eher unerfreulicher Film: Er kokettiert nicht nur mit der Gewalt, er schlachtet sie genussvoll aus, menschliche Werte behauptet er nur zu retten, tatsächlich aber versenkt er sie in einem Meer von Zynismus." (Fischer Film Almanach 1983)
Ähnlich Ronald M. Hahn/Volker Jansen in "Lexikon des Science Fiction Films" (1983): "Mehr jedoch als die zum großen Teil unbekannten Schauspieler sind die Trickspezialisten die wahren Stars dieses Films."
Heute wird's anders gesehen: "Der Film, der auf der Handlungsebene einem eher einfachen und klar strukturierten Muster folgt (...), eröffnet bei genauerer Betrachtung vielschichtige Bedeutungsebenen, die vor allem zahlreiche Reflexionen über die neuzeitliche Realitätsauffassung und den damit verbundenen Humanitätsbegriff zulassen." (Fabienne Will in Thomas Koebner, Hrsg.: Filmgenres Science Fiction, 2003)
"Twenty-five years after its first release Blade Runner is still the benchmark film in tech noir or future noir - a bleak fusion of sci-fi and noir." (Alexander Ballinger, Danny Graydon: The Rough Guide to Film Noir, 2007)
Mit Harrison Ford, Rutger Hauer, Sean Young, Edward James Olmos, M. Emmet Walsh, Daryl Hannah, Joanna Cassidy
Hinweise
Homepage zum Film:
bladerunnerthemovie
Schnittberichte: Vergleich Director's Cut - Final Cut:
schnittberichte.com
Homepage von Philip K. Dick:
www.philipkdick
ARD, 01.20
Fletch – Der Troublemaker
(USA 1985, R.: Michael Ritchie)
Drehbuch: Andrew Bergman
LV: Gregory Mcdonald: Fletch , 1974
Journalist Fletch recherchiert undercover im Penner-Milieu. Da erhält er von einem reichen Pinkel den Auftrag, ihn umzubringen. Fletch wittert, neben viel Geld, eine gute Story.
Der kurzweilige Roman erhielt den Edgar-Allan-Poe-Preis und sollte unbedingt gelesen werden. Der Film ist dagegen eine schwache Angelegenheit.
Alle Fletch-Romane sind bei Vintage Crime/Black Lizard im Original erhältlich. Die deutschen Übersetzungen gibt's im Antiquariat ihres Vertrauens.
Mit Chevy Chase, Joe Don Baker, Geena Davis (in einer Nebenrolle)
Homepage von Gregory Mcdonald:
gregorymcdonald.com/
Kabel 1, 02.10
Das vierte Protokoll
(GB 1986, R.: John Mackenzie)
Drehbuch: Frederik Forsyth
LV: Frederik Forsyth: The fourth protocol, 1984
Petrofsky soll bei einem US-Atomwaffenstützpunkt eine Nuklerarexplosion herbeiführen. Der britische Antiterrorexperte Preston ist ihm auf der Spur.
"Vollgequasselter Action-Film" (Michael Caine), der zeigt, daß
Buchautoren keine guten Drehbücher schreiben, mit Michael Caine und
Pierce "James Bond" Brosnan als bösem Sowjet-Spion.
ARD, 02.55
Fletch II – Der Troublemaker kehrt zurück
(USA 1988, R.: Michael Ritchie)
Drehbuch: Leon Capetanos
LV: Fletch-Figur von Gregory Mcdonald
Fletch erbt eine Plantage in Louisiana. Dort gerät er in einen
Umweltskandal.
Der zweite Fletch-Film hat nichts mehr mit Gregory Mcdonalds Büchern zu
tun.
Mit Chevy Chase, Hal Holbrook
auch bekannt als "Fletch, der Tausendsassa"
ZDF, 03.50
Die Brautjungfer
(F/D 2004, R.: Claude Chabrol)
Drehbuch: Pierre Leccia, Claude Chabrol
LV: Ruth Rendell: The Briedesmaid, 1989 (Die Brautjungfer)

Auf der Hochzeitsfeier seiner Schwester verliebt sich Philippe in die Brautjungfer Senta. Ein böser Fehler, denn sie fordert von ihrem Liebhaber als Beweis seiner Liebe einen Mord.
Wie gewohnt seziert Chabrol auch in „Die Brautjungfer“ das Bürgertum. Hier konzentriert er sich auf eine fatale Liebesbeziehung und zeigt wieder einmal, wie schnell ganz normale Menschen bereit sind andere umzubringen. Natürlich ist „Die Brautjungfer“, trotz einer unglaubwürdigen Liebesbeziehung und der Konzentration auf zwei Personen, auf dem gewohnt hohen Standard seiner letzten Filme.
Mit Benoit Magimel, Laura Smet, Aurore Clément
Sonntag, 5. September
ZDF, 14.05
Didi auf vollen Touren
(D 1986, R.: Wigbert Wickert, Robert Menegoz
[Action-Regie])
Drehbuch: Felix Huby, Christoph Treutwein, Dieter Hallervorden
Didi soll Altölfässer auf eine Deponie in Frankreich bringen. Natürlich geht dabei so einiges schief und irgendwann kapiert Didi, dass er eine Umweltschweinerei vertuschen soll.
Kein guter Film, aber einer der besseren Didi-Filme, in denen er sich neben dem Klamauk auch um eine Botschaft bemühte. Immerhin kommt Dieter Hallervorden vom politischen Kaberett.
Mit Dieter Hallervorden, Bernard Menez, Pierre Tornade, Hans Peter Hallwachs, Gert Haucke, Günther Ungeheuer
Hinweise:
Homepage von Felix Huby:
http://www.felixhuby.de/
Meine Besprechung von Felix Hubys "Fast wie von selbst - Ein Gespräch mit Dieter de Lazzer" (2008):
kriminalakte/2009/03/17/
Meine Besprechung von Felix Hubys "Null Chance":
kriminalakte2009/12/03/
Meine Besprechung von Felix Hubys "Bienzle und das ewige Kind":
kriminalakte2009/12/03
Eins Festival, 20.15
Die Rückkehr des Tanzlehrers - Teil 1
(D/A 2004, R.: Urs Eggers)
Drehbuch: Rolf und Cilla Börjlind, Don Bohlinger
LV: Henning Mankell: Danslärarens äterkomst, 2000 (Die Rückkehr des Tanzlehrers)

Ein Mord – und schon bläst der an Krebs erkrankte Kommissar Lindman
seinen Urlaub ab. Schließlich ist das Opfer sein Kollege und Mentor Molin.
Lindmann ist anscheinend nur eine etwas jüngere Ausgabe von Mankells
bekanntem Ermittler Wallander. In seinem ersten Fall "Die Rückkehr des
Tanzlehrers" beschäftigt er sich mit Schwedens Verhältnis zum
Nationalsozialismus.
Der Zweiteiler soll spannend sein.
"Ein sehr konventioneller Krimi, beinahe aus der Zeit gefallen, und das ist seine Stärke." (Christopher Keil, SZ, 8. April 2004)
Den zweiten Teil gibt's am Sonntag, den 12. September.
Mit Tobias Moretti, Maximilian Schell, Bibi Anderson
SWR, 23.50
Exit - Lauf um dein Leben
(S 2006, R.: Peter Lindmark)
Drehbuch: Peter Lindmark
LV: Jesper Kärrbrink/Håkan Ramsin: Dödlig exit, 2002
Der Ziehsohn eines ermordeten Finanzmoguls gerät in Mordverdacht. Außerdem wird er erpresst. Also versucht er seine Probleme auf eigene Faust zu lösen.
"spannende Unterhaltung" (Lexikon des internationalen Films)
mit Mads Mikkelsen, Alexander Skarsgärd, Samuel Fröler
Montag, 6. September
Arte, 20.15
Lautlos wie die Nacht
(F/I 1962, R.: Henri Verneuil)
Drehbuch: Albert Simonin
LV: John Trinian: Mélodie en sous-sol, 1961 (Lautlos wie die Nacht)
Jean Gabin plant zusammen mit Alain Delon seinen letzten Coup:
ein Einbruch in das Casino von Cannes. Ein perfekter fast Plan. Spannender
Gangsterfilm.
ZDFneo, 21.00
Inspector Barnaby: Das Haus des Satans
(GB 2002, R.: Peter Smith)
Drehbuch: Alan Plater
LV: Charaktere von Caroline Graham
Bei der Eröffnung des Horror-Themenparks "Haus des Satans" wird der Hauptdarsteller Larry Smith von einer Bombe zerfetzt. Inspector Barnaby ermittelt.
Britenkrimi der netten Art.
Mit John Nettles, Daniel Casey
Eins Festival, 00.20
Die Rückkehr des Tanzlehrers - Teil 1
(D/A 2004, R.: Urs Eggers)
Drehbuch: Rolf und Cilla Börjlind, Don Bohlinger
LV: Henning Mankell: Danslärarens äterkomst, 2000 (Die Rückkehr des Tanzlehrers)

Ein Mord – und schon bläst der an Krebs erkrankte Kommissar Lindman
seinen Urlaub ab. Schließlich ist das Opfer sein Kollege und Mentor Molin.
Lindmann ist anscheinend nur eine etwas jüngere Ausgabe von Mankells
bekanntem Ermittler Wallander. In seinem ersten Fall "Die Rückkehr des
Tanzlehrers" beschäftigt er sich mit Schwedens Verhältnis zum
Nationalsozialismus.
Der Zweiteiler soll spannend sein.
"Ein sehr konventioneller Krimi, beinahe aus der Zeit gefallen, und das ist seine Stärke." (Christopher Keil, SZ, 8. April 2004)
Den zweiten Teil gibt's am Sonntag, den 12. September.
Mit Tobias Moretti, Maximilian Schell, Bibi Anderson
Arte, 03.00
Die Axt
(F/B/E 2005, R.: Constantin Costa-Gavras)
Drehbuch: Constantin Costa-Gavras, Jean-Claude Grumberg
LV: Donald E. Westlake: The Ax, 1997 (Der Freisteller)
Der nicht mehr ganz junge Chemiker Bruno hat nach zwei Jahren erfolgloser Jobsuche die Faxen dicke. Er gibt eine Stellenanzeige auf und bringt seine Jobkonkurrenten um.
Bitterböse Satire auf den Kapitalismus, die von Jobsuchenden hoffentlich nicht als Vorbild genommen wird.
Stellvertretend für die vielen positiven Besprechungen: „Im Zeichen von Massenarbeitslosigkeit, Chancenlosigkeit und Globalisierungsdruck drehte Costa-Gavras … eine rabenschwarze Farce, die die Gegenwart nicht gerade in freundliches Licht taucht, und bei der das Lachen mehr als einmal ihm Halse stecken bleibt. Erschreckend an dieser Moritat auf der Folie einer durch und durch sexistisch aufgeladenen Gesellschaft ist vor allem, dass hier ein wohlsituierter Kleinbürger unter dem Druck der Umstände nicht nur zum Verbrecher und Mörder wird, sondern unter dem scheinbaren Zwang, seine Familie schützen zu müssen, ohne weiteres faschistoides Gedankengut produziert.“ (Lexikon des internationalen Films)
Mit José Garcia, Karin Viard, Geordy Monfils, Christa Theret, Ulrich Tukur, - in Nebenrollen einige Autoren und Regisseure - Jean-Claude Grumberg, John Landis, Julie Gavras (Tochter von Constantin Costa-Gavras), Donald E. Westlake (Cameo als alter Mann im Arbeitsamt)
uch bekannt als "Jobkiller - Eine mörderische Karriere"
Hinweise:
Homepage von Donald Westlake:
www.donaldwestlake.com/
Nachruf auf Donald E. Westlake:
kriminalakte/2009/01/02
Covergalerie Donald E. Westlake:
kriminalakte/2009/01/06
Meine Besprechung des Dortmunder-Romans „What’s so funny?“ in der Spurensuche:
Meine Besprechung des Dortmunder-Romans „Watch your back!“:
Krimijahrbuch 2006
Meine Besprechung des Dortmunder-Kurzromans „Die Geldmacher“ (Walking around money; erschienen in „Die hohe Kunst des Mordens“ [Transgressions]):
kriminalakte2007/06/12
Meine Besprechung von Donald E. Westlakes "Mafiatod" (361, 1962):
kriminalakte/2008/11/05/
Donald E. Westlake unter seinem Pseudonym Richard Stark in der Spurensuche:
Meine Besprechung des Parker-Romans „Ask the Parrot“:
Spurensuche No. 36
Die Vorstellung der Parker-Serie:
Spurensuche No. 30
Meine Besprechung des Dortmunder-Romans „Watch your back!“:
Krimijahrbuch 2006
Meine Doppelbesprechung von Richard Starks Parker-Romanen "Fragen Sie den Papagei" (Ask the Parrot) und "Dirty Money":
kriminalakte./2008/08/06/
Dienstag, 7. September
BR, 21.45
Kommissar LaBréa: Todesträume am Montparnasse
(D 2010, Dennis Satin)
Drehbuch: Thomas Stiller
LV: Alexandra von Grote: Todesträume, Todesträume am Montparnasse, 2007
Ein Ex-Sträfling wurde kastrier und ermordet. Kommissar LaBréa sucht den Mörder.
TV-Krimi
Mit Francis Fulton-Smith, Bruno Bruni, Gudrun Landgrebe, Anja Knauer, Daniel Friedrich, Valerie Niehaus, Oliver Bootz, Natalia Avelon
Hinweis
Homepage von Alexandra von Grote:
avongrote.net-fit.de/
HR, 23.30
Alphamann: Amok
(D 1999, R.: Thomas Jauch)
Drehbuch: Fred Breinersdorfer
Nachdem er das Sorgerecht für seine Tochter verliert, dreht ein SEK-Mann durch. Erst läuft er Amok. Dann verschanzt er sich mit seiner Tochter in einem Supermarkt. Da kann nur noch der "Alphamann", ein blinder Verhandlungsexperte, helfen.
Ist wohl ein ziemlich spannender TV-Thriller.
Mit Hannes Jaenicke, Renée Soutendijk, Tobias Moretti, André Hennicke.
Hinweise:
Homepage von Fred Breinersdorfer:
www.breinersdorfer.com/
Meine Besprechung von Fred und Léonie Breinersdorfers "Das Hurenspiel - Ein Fall für Abel" (2006):
Spurensuche No. 34
Mittwoch, 8. September
SWR, 00.45
Das Mädchen und der Kommissar
(F/I 1971, R.: Claude Sautet)
Drehbuch: Claude Sautet, Jean-Loup Dabadie, Claude Néron
LV: Claude Néron: Max et les ferrailleurs, 1968
Ein ehrgeiziger Polizist animiert, mit Hilfe einer Prostituierten, eine Gruppe von Kleingangstern zu einem Banküberfall. Er will sie auf frischer Tat ertappen.
Der vorzügliche französische Kriminalfilm mit Starbesetzung ist eine beklemmende Charakterstudie über einen ehrgeizigen Polizisten und die Annahme, dass der Zweck die Mittel heilige.
Mit Romy Schneider, Michel Piccoli, Bernard Fresson
Donnerstag, 9. September
3sat, 22.55
Ich habe keine Angst
(I/E/GB 2003, R.: Gabriele Salvatores)
Drehbuch: Niccolò Ammaniti, Francesca Marciano
LV: Niccolò Ammaniti: Io non ho paura, 2001 (Die Herren des Hügels, Ich habe keine Angst)
Süditalien 1978: Der neunjährige Michele entdeckt in einem Erdloch einen verwahrlosten Jungen. Er gibt ihm zu essen. Aber er erzählt seinen Eltern nichts davon. Irgendwann fragt er sich, ob der Junge von der Dorfgemeinschaft entführt wurde.
"In überwältigend poetischen Bildern fängt Salvatores atmosphärisches Drama Micheles Weg von kindlicher Naivität über Ohnmacht hin zur erwachsenen Desillusion ein. Bei aller Grausamkeit ein irrsinnig schöner Film." (Danja Schilling, Zitty 26/2003)
Das Drehbuch war für den Edgar-Allan-Poe-Preis nominiert.
Mit Aitana Sanchez, Dino abbrescia, Giorgio Careccia
ZDF, 00.35
Jesse Stone - Knallhart
(USA 2006, R.: Robert Harmon)
Drehbuch: Tom Epperson
LV: Robert B. Parker: Night Passage, 1997 (Das dunkle Paradies)
Der zweite Jesse-Stone-Film erzählt die Vorgeschichte: in ihr tritt Jesse Stone seinen Job in Paradise an und muss zuerst den Kleinstadtsumpf ausmisten. Denn - Überraschung! - Stone hat den Job nur wegen seines Lebenslaufs (und dem Fazit: kaputter Verlierer) bekommen.
Im Buch endet die Ankunft von Jesse Stone in Paradise in einem Western-Showdown.
"No fools over at CBS, the net quickly followed one of last year's best TV movies, "Stone Cold," with this equally first-rate prequel." (Variety)
Mit Tom Selleck, Stephanie March, Stephen Baldwin
Hinweise
Homepage von Robert B. Parker:
www.robertbparker.net/
Mein Porträt der Spenser-Serie und von Robert B. Parker:
Spurensuche No. 27
Meine Besprechung von Robert B. Parkers "Die blonde Witwe" (Widow's walk, 2002):
Spurensuche No. 27
Meine Besprechung von Robert B. Parkers "Der stille Schüler" (School Days, 2005):
kriminalakte/2007/07/24
Meine Besprechung von Robert B. Parkers "Der gute Terrorist" (Now & Then, 2007):
kriminalakte/2008/08/29/
Meine Besprechung von Robert B. Parkers
"Hundert Dollar Baby" (Hundred Dollar Baby, 2006)
Freitag, 10. September
Pro 7, 20.15
James Bond: Der Morgen stirbt nie
(GB/USA 1997, R.: Roger Spottiswoode)
LV: Figur von Ian Fleming
Drehbuch: Bruce Feirstein
Buch zum Film: Raymond Benson: Tomorrow never dies, 1997 (Der MORGEN stirbt nie)
Die Zeiten ändern sich: Bonds Gegner ist ein Pressezar, der für eine
Schlagzeile einen Weltkrieg riskiert.
Brosnans zweiter Einsatz war an der Kinokasse selbstverständlich ein
Erfolg. Der Rest war auch wie gewohnt; – auch die zahlreichen
Drehbuchentwürfe und Veränderungen während der Dreharbeiten. Da
arbeitete ein Team von vier Autoren in einem Londoner Hotel an neuen
Ideen und den Wünschen von Spottiswoode... Entsprechend zerfällt der Film
immer wieder in Einzelteile. Es gibt dazu einen bissigen Artikel von
Feirstein.
Mit Pierce Brosnan, Michelle Yeoh, Jonathan Pryce, Götz Otto, Teri
Hatcher, Judi Dench, Samantha Bond, Desmond Llewelyn.
Besetzung etc. bei james-bond007.de
Interview mit Feirstein (engl.)
Eins Festival, 23.50
Die Rückkehr des Tanzlehrers - Teil 1
(D/A 2004, R.: Urs Eggers)
Drehbuch: Rolf und Cilla Börjlind, Don Bohlinger
LV: Henning Mankell: Danslärarens äterkomst, 2000 (Die Rückkehr des Tanzlehrers)

Ein Mord – und schon bläst der an Krebs erkrankte Kommissar Lindman
seinen Urlaub ab. Schließlich ist das Opfer sein Kollege und Mentor Molin.
Lindmann ist anscheinend nur eine etwas jüngere Ausgabe von Mankells
bekanntem Ermittler Wallander. In seinem ersten Fall "Die Rückkehr des
Tanzlehrers" beschäftigt er sich mit Schwedens Verhältnis zum
Nationalsozialismus.
Der Zweiteiler soll spannend sein.
"Ein sehr konventioneller Krimi, beinahe aus der Zeit gefallen, und das ist seine Stärke." (Christopher Keil, SZ, 8. April 2004)
Den zweiten Teil gibt's am Sonntag, den 12. September.
Mit Tobias Moretti, Maximilian Schell, Bibi Anderson
ARD, 01.20
Håkan Nesser: Moreno und das Schweigen
(S 2005, R.: Erik Leijonborg)
Drehbuch: Björn Carlström, Stefan Thunberg
LV: Håkan Nesser: Kommissarien och tystnaden, 1997 (Der Kommissar und das Schweigen)
Kommissarin Moreno findet bei einer weiblichen Leiche ein Kruzifix. Kurz darauf wird eine weitere Mädchenleiche entdeckt. Eine Spur führt zur Sekte „Das reine Leben“. Moreno bittet den Pensionär Van Veeteren um Hilfe.
Der dritte Van Veeteren-Krimi hat wohl wenig mit dem Buch zu tun.
Mit Sven Wollter
ARD, 02.50
Håkan Nesser: Die Schwalbe, die Katze, die Rose und der Tod
(S 2005, R.: Daniel Lind Lagerlöf)
Drehbuch: Niklas Rockström, Björn Carlström (Entwurf), Stefan Thunberg (Entwurf)
LV: Håkan Nesser: Svalan, Katten, Rosen, Döden, 2001 (Die Schwalbe, die Katze, die Rose und der Tod)
Kommissar Münster sucht den Mörder einer Frau. Van Veeteren ermittelt ebenfalls in dem Mordfall. Denn der Mörder hat am Tatort eine kostbare Baudelaire-Erstausgabe zurückgelassen.
Vierter Film der Van Veeteren-Reihe.
Mit Sven Wollter
Die TV- & Buchtipps. Ein Service der Alligatorpapiere im
NordPark Verlag
Klingelholl 53
42281 Wuppertal
Tel.:0202/51 10 89