TV-Krimi-Buch-Tipps
30. Januar – 12. Februar 2010
Ein Vorteil der kleinen ÖR-Sender ist, dass dort lange nicht mehr
gezeigte Krimis auch zu einer für normal arbeitende Menschen angenehmen
Zeit laufen. So zeigt ZDF neo die Tage "Jesse Stone - Totgeschwiegen", den ersten, seit Ewigkeiten nicht mehr gezeigten "Der Preis des Verbrechens"-Zweiteiler und eine weitere Elizabeth-George-Verfilmung; der ZDF Theaterkanal einen weiteren "Anwalt Abel"-Film.
Außerdem sehenswert sind Barry Sonnenfelds Elmore-Leonard-Verfilmung "Schnappt Shory", Matti Geschonnecks Friedrich-Ani-Verfilmung "Hinter blinden Fenstern", David Finschers Robert-Graysmith-Verfilmung "Zodiac", Martin Scorseses Herbert-Asbury-Verfilmung "Gangs of New York", Richard Eyres Zoe-Heller-Verfilmung "Tagebuch eines Skandals", Doug Limans Robert-Ludlum-Verfilmung "Die Bourne Identität", Billy Wilders Agatha-Christie-Verfilmung "Zeugin der Anklage", Rob Reiners Stephen-King-Verfilmung "Misery", Jean-Luc Godards Lemmy-Caution-Film "Alphaville" und Mickey Spillane steht in einem Columbo-Film vor der Alternative "Schreib oder stirb".
Für die Monsterfans gibt es "King Kong und die weiße Frau"; für die Filmfans "Metropolis" in der restaurierten Fassung und James Bond rettet einige Male die Welt.
In der
Kriminalakte) gibt es neben täglichen TV-Tipps, aktuellen Nominierungslisten, Hinweisen und Tipps auch einige neue Besprechungen:
DVD
Sie nannten ihn Stick
Buch
Robert Venditti/Brett Weldele:
The Surrogates (The Surrogates, 2006/2009)
Dieter Wedel/Jörg Mehrwald:
Gier
Eric Powell: The Goon 3:
Meine mörderische Kindheit (The Goon: My murderous Childhood (and other grievious yarns), 2004/2009)
Eric Powell: The Goon 4:
Bergeweise Trümmer (The Goon: Heaps of Ruination, 2005/2009)
Ed Brubaker/Sean Phillips:
Sleeper 4 - Das lange Erwachen (Sleeper 4: The long way home, 2005)
Demnächst gibt es einige Zeilen zu James Ellroy und der Underworld-Trilogie und eine Besprechung von Stieg Larssons "Verdammnis" (das Buch und die am 4. Februar im Kino startende kurzweilige Verfilmung).
Bis dahin: Bleiben Sie gesund!
Euer
Krimi-Axel
Mit den Buchstaben oben kommt man zu den bisher besprochenen Filmen (sortiert nach Filmtiteln) ...
Und hier geht es zu Axels Blog:
kriminalakte
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Montag, 8. Februar
Arte, 20.15
Alpaville
(F 1965, R.: Jean-Luc Godard)
Drehbuch: Jean-Luc Godard
LV: Charakter von Peter Cheney (in der Verkörperung von Eddie Constantine)
Lemmy Caution soll in Alphaville einen verschwundenen Kollegen finden und den Wissenschaftler von Braun ausschalten. Sein Computer Alpha 60 regiert die Stadt nach logischen Gesichtspunkten.
Damals war Eddie Constantine als sympathischer Haudrauf in leichtgewichtigen Actionfilmen bekannt-beliebt. Populär wurde er als Agent Lemmy Caution. Später hieß er auch in den Filmen oft nur noch Eddie.
Godard zertrümmerte mit Eddie Constantine (der es damals Leid war, die immergleiche Rolle zu spielen) den Mythos. In Berlin erhielt "Alphaville" den Goldenen Bären. Die Eddie-Fans mochten - wenig überraschend - die Anti-Utopie nicht.
"Godard meint kein Utopia dieser oder jener Provenienz, sondern den totalen technischen Staat", schrieb damals die Frankfurter Allgemeine. Der Filmdienst schrieb: "Wenn der Schriftsteller Theodore Sturgeon behauptet, eine Science Fiction-Story sei eine Geschichte, ‚die den Menschen als Mittelpunkt sieht, ein menschliches Problem behandelt und eine menschliche Lösung bietet, die aber ohne ihren wissenschaftlichen Gehalt überhaupt nicht zustande gekommen wäre', so erscheint einem Jean-Luc Godards neuester Film als der erste Versuch eines Science-Fiction-Films überhaupt. Die technische Entwicklung bietet die Voraussetzung für die Behandlung - sagen wir es etwas hochtrabend - existenzphilosophischer Fragen."
"Die Konventionen des Science-Fiction-Thrillers liefern lediglich den Rahmen für einen Film, der mit Elan die Themen und Bilder des Genres zu einer Art magnetischem Feld mobilisiert, in dem Godard eine Vielzahl von philosophischen und ästhetischen Ideen anrührt, während die generelle Form der Sache bewahrt bleibt. Eine derart freie Annäherung ermöglicht dem Zuschauer ungewöhnlich vielfältige und befreiende Genüsse. In diesem Sinne ist 'Lemmy Caution gegen Alpha 60' zusammen mit 'Pierrot le Fou' der romantischste anarchische Film von Godard. (…) Vielleicht ist die beste Annäherung an den Film einfach, ihn als Gewebe von intellektuellen und sinnlichen Freuden zu akzeptieren, als Genuss für Kinoliebhaber." (Phil Hardy, Hrsg.: Die Science Fiction Filmenzyklopädie)
Mit Eddie Constantine, Anna Karina, Akim Tamiroff, Howard Vernon, Laszlo Szabo
auch bekannt als "Lemmy Caution gegen Alpha 60"
Kabel 1, 20.15
JAMES BOND: Diamantenfieber
(GB 1971, R.: Guy Hamilton)
Drehbuch: Richard Maibaum, Tom Mankiewicz
LV: Ian Fleming: Diamonds are forever, 1956 (Diamantenfieber)
Eigentlich soll Bond nur einen Juwelenraub untersuchen. Aber Erzfeind
Blofeld (schon wieder mit neuen Gesicht: Charles Gray) hat seine Finger
drin.

Sean Connery kehrte für eine damals unglaublich hohe Summe zurück und spendete das Geld dem Scottish International Education Trust.
"Diamantenfieber" ist insgesamt ein ziemlich lahmer Bond, bei dem nur
die Autoverfolgungsjagd in Las Vegas in die Historie einging.
Dreiundfünfzig Autos wurden geschrottet. Und die schwulen Killer Mr.
Wint (BruceGlover) und Mr. Kidd (Putter Smith) sind köstlich.
Mit Sean Connery, Charles Gray, Jill St. John, Putter Smith, Bruce Glover, Bernhard Lee, Desmond Llewelyn, Lois Maxwell
ZDF neo, 21.00
Im Angesicht des Feindes
(GB 2003, R.: Brian Stirner)
Drehbuch: Francesca Brill
LV: Elizabeth George: In the presence of the enemy, 1996 (Im Angesicht des Feindes)
Lynley und Havers haben einen ungewöhnlichen Fall: ein Entführer fordert kein Lösegeld, sondern das Bekenntnis zu einem unehelichen Kind.
Die siebte George-Verfilmung für das britische Fernsehen.
ZDF, 22.15
Im Sumpf des Verbrechens
(USA 1995, R.: Arne Glimcher)
Drehbuch: Jeb Stuart, Peter Stone
LV: John Katzenbach: Just Cause, 1992
Harvard-Professor Paul Armstrong ist ein erklärter Gegner der Todesstrafe. Jetzt versucht er die Unschuld eines zum Tode Verurteilten zu Beweisen. Dabei gerät er in Teufels Küche.
"Im Sumpf des Verbrechens" ist einer der Filme, die einem trotz eines guten Anfangs und zahlreicher guter Szenen, letztendlich enttäuscht. Denn gegen Ende gibt es zu viele überraschende Wendungen und die übliche, actionlastige Rettung in letzter Sekunde. Man wird nie das Gefühl los, dass da mehr als nur ein formelhafter Thriller möglich gewesen wäre.
Mit Sean Connery, Laurence Fishburne, Kate Capshaw, Blair Underwood, Ed Harris, Scarlett Johansson, Ned Beatty.
Wiederholung um 01.40 Uhr
Hinweise:
Homepage von John Katzenbach:
www.johnkatzenbach.com/
Offizielle deutsche Homepage von John Katzenbach:
www.john-katzenbach.de/
Kabel 1, 22.35
JAMES BOND: Sag niemals nie
(USA 1983, R.: Irvin Kershner)
Drehbuch: Lorenzo Semple jr.
LV: Ian Fleming: Thunderball, 1961 (Feuerball)

James Bond bei seiner Lieblinsbeschäftigung: Welt retten. Aktuelle
Einsatzorte: Bahamas, Südfrankreich und Nordafrika.
Nach einer langen Pause (und bei einer anderen Produktionsfirma) spielte
Sean Connery wieder Bond; Klaus Maria Brandauer den Bösewicht, Kim
Basinger das 'love interest' der beiden Männer. Außerdem sind Barbara
Carrera, Max von Sydow, Edward Fox, Bernie Casey und Rowan Atkinson
dabei.

"Sag niemals nie" konnte entstehen, weil Ian Fleming zusammen mit Kevin
McClory und Jack Whittingham für einen Film die Geschichte "Longitude 78
West" entwarf. Fleming verarbeitete sie später in dem Bond-Roman
"Feuerball". McClory, der bei "Feuerball" Co-Produzent war, hatte die
Rechte für weitere Verfilmungen dieser Geschichte. Die Auflage war, daß
er sich möglichst eng an das Story-Gerüst halten müsse. Die juristischen
Streitigkeiten und der Konkurrenzkampf zwischen dem Ur-Bond Connery und
dessen Nachfolger Roger Moore waren ein gefundenes Fressen für die
Presse. Denn "Octopussy" (mit Moore) startete fast zeitgleich in den
Kinos. An der Kinokasse war der Moore-Bond etwas erfolgreicher, bei der
Kritik war es – zu Recht – umgekehrt.
Eins Festival, 02.30
Mankells Wallander – Eiskalt wie der Tod
(S 2005, R.: Jörn Faurschou)
Drehbuch: Ola Saltin
LV: Treatment von Henning Mankell
Unbekannte haben zwei Ehepaare im winterlichen Südschweden überfallen, gefoltert und getötet. Kommissar Wallander und seine Tochter Linda suchen die Täter.
Dritter Wallender-Film einer auf dreizehn Teile konzipierten Krimireihe.
Dienstag, 9. Februar
ZDF Theaterkanal, 19.40
Anwalt Abel: Salut, Abel!
(D 2001, R.: Christian Görlitz)
Drehbuch: Fred Breinersdorfer
Millonärswitwe Maria verbüßte als Mörderin eine Haftstrafe. Jetzt beauftragt sie Anwalt Abel, den wahren Täter zu finden.
Neunzehnter und letzter TV-Fall für Anwalt Jean Abel.
mit Günther Maria Halmer, Cornelia Froebess, Susanne Lothar, Peter Sattmann
Hinweise:
Homepage von Fred Breinersdorfer:
www.breinersdorfer.com/
Meine Besprechung von Fred und Léonie Breinersdorfers "Das Hurenspiel - Ein Fall für Abel" (2006):
Spurensuche No. 34
Tele 5, 22.50
Commander Hamilton
(S 1998, R.: Harald Zwart)
Drehbuch: William Aldridge, Jonas Cornell
LV: Jan Guillon: Ingenmansland und Den enda segern, 1992 (Niemandsland)
Geheimagent Hamilton soll mit seinem Team zwei gestohlene Atombomben in
Russland aufspüren.
Schmutziger und brutaler als Bond, aber mit dem gleichen gespannten
Verhältnis zur Logik.
"Psychologisch austarierter Thriller, der schmutzige Geschäfte und ein blutiges Handwerk darstellt und sich besonders in der ersten Hälfte seine Meriten verdient. Der Rest des harten Actionfilms versinkt in den vorhersehbaren Fluten des Genres." (Lexikon des internationalen Films)
Mit Peter Stormare, Lena Olin, Mark Hamill
Arte, 01.10
Alpaville
(F 1965, R.: Jean-Luc Godard)
Drehbuch: Jean-Luc Godard
LV: Charakter von Peter Cheney (in der Verkörperung von Eddie Constantine)
Lemmy Caution soll in Alphaville einen verschwundenen Kollegen finden und den Wissenschaftler von Braun ausschalten. Sein Computer Alpha 60 regiert die Stadt nach logischen Gesichtspunkten.
Damals war Eddie Constantine als sympathischer Haudrauf in leichtgewichtigen Actionfilmen bekannt-beliebt. Populär wurde er als Agent Lemmy Caution. Später hieß er auch in den Filmen oft nur noch Eddie.
Godard zertrümmerte mit Eddie Constantine (der es damals Leid war, die immergleiche Rolle zu spielen) den Mythos. In Berlin erhielt "Alphaville" den Goldenen Bären. Die Eddie-Fans mochten - wenig überraschend - die Anti-Utopie nicht.
"Godard meint kein Utopia dieser oder jener Provenienz, sondern den totalen technischen Staat", schrieb damals die Frankfurter Allgemeine. Der Filmdienst schrieb: "Wenn der Schriftsteller Theodore Sturgeon behauptet, eine Science Fiction-Story sei eine Geschichte, ‚die den Menschen als Mittelpunkt sieht, ein menschliches Problem behandelt und eine menschliche Lösung bietet, die aber ohne ihren wissenschaftlichen Gehalt überhaupt nicht zustande gekommen wäre', so erscheint einem Jean-Luc Godards neuester Film als der erste Versuch eines Science-Fiction-Films überhaupt. Die technische Entwicklung bietet die Voraussetzung für die Behandlung - sagen wir es etwas hochtrabend - existenzphilosophischer Fragen."
"Die Konventionen des Science-Fiction-Thrillers liefern lediglich den Rahmen für einen Film, der mit Elan die Themen und Bilder des Genres zu einer Art magnetischem Feld mobilisiert, in dem Godard eine Vielzahl von philosophischen und ästhetischen Ideen anrührt, während die generelle Form der Sache bewahrt bleibt. Eine derart freie Annäherung ermöglicht dem Zuschauer ungewöhnlich vielfältige und befreiende Genüsse. In diesem Sinne ist 'Lemmy Caution gegen Alpha 60' zusammen mit 'Pierrot le Fou' der romantischste anarchische Film von Godard. (…) Vielleicht ist die beste Annäherung an den Film einfach, ihn als Gewebe von intellektuellen und sinnlichen Freuden zu akzeptieren, als Genuss für Kinoliebhaber." (Phil Hardy, Hrsg.: Die Science Fiction Filmenzyklopädie)
Mit Eddie Constantine, Anna Karina, Akim Tamiroff, Howard Vernon, Laszlo Szabo
auch bekannt als "Lemmy Caution gegen Alpha 60"
Mittwoch, 10. Februar
Arte, 14.45
Razzia in Paris (Razzia sur la Chnouf)
(F 1955, R.: Henri Decoin)
Drehbuch: Henri Decoin, Maurice Griffe
LV: Auguste le Breton
Ein Polizist erkundet undercover eine Bande von Rauschgifthändlern.
Dies ist wahrscheinlich Decoins bester Film: ein halbdokumentarischer, eher unbekannter, trotzdem wichtiger film policier, der ein genaues Bild des Drogenhandels in Paris in den Fünfzigern liefert. Außerdem verschwinden, wie später bei Melville, die Grenzen zwischen Gut und Böse.
Mit Jean Gabin, Lino Ventura, Albert Remy
SRTL, 22.15
Columbo: Blumen des Bösen
(USA 1972, R.: Boris Sagal)
Drehbuch: Jonathan Latimer
Onkel Jarvis, Orchideenzüchter und Verwalter des Familienvermögens, schlägt dem in finanziellen Nöten steckenden Playboy Goodland eine fingierte Entführung vor. Aber Goodland bleibt für immer verschwunden. Oder wird ihn Columbo finden?
Diese natürlich äußerst gelungene Columbo-Folge (Plot gut, Dialoge gut, Schauspieler dito) ist das letzte Drehbuch des Pulp-Autors. Joseph Latimer schrieb auch Drehbücher für die langlebige Perry Mason-Serie mit Raymond Burr.
Mit Peter Falk, Ray Milland
Krimi-Couch über Jonathan Latimer:
www.krimi-couch.de
Mystery File (John Fraser sehr ausführlich) über John Latimer:
www.mysteryfile.com/
Thrilling Detective über Jonathan Latimer:
www.thrillingdetective.com
Tele 5, 00.10
Commander Hamilton
(S 1998, R.: Harald Zwart)
Drehbuch: William Aldridge, Jonas Cornell
LV: Jan Guillon: Ingenmansland und Den enda segern, 1992 (Niemandsland)
Geheimagent Hamilton soll mit seinem Team zwei gestohlene Atombomben in
Russland aufspüren.
Schmutziger und brutaler als Bond, aber mit dem gleichen gespannten
Verhältnis zur Logik.
"Psychologisch austarierter Thriller, der schmutzige Geschäfte und ein blutiges Handwerk darstellt und sich besonders in der ersten Hälfte seine Meriten verdient. Der Rest des harten Actionfilms versinkt in den vorhersehbaren Fluten des Genres." (Lexikon des internationalen Films)
Mit Peter Stormare, Lena Olin, Mark Hamill
Donnerstag, 11. Februar
HR, 20.15
Ein Ort für die Ewigkeit
(GB 2008, R.: Daniel Percival)
Drehbuch: Patrick Harbinson
LV: Val McDermid: A Place of Execution, 1999 (Ein Ort für die Ewigkeit)
1963 verschwand eine 13-jährige aus einem 20-Seelen-Ort. Ihr Stiefvater wurde als ihr Mörder gehängt. Als heute eine Journalistin eine Doku über den alten Fall drehen will, stößt sie auf unerwartete Probleme und beginnt genauer zu recherchieren.
BBC-Verfilmung des Dagger-nominierten Werkes von McDermid
mit Lee Ingleby, Guy Manning, Juliet Stevenson
Homepage von Val McDermid:
www.valmcdermid.com/
SRTL, 22.15
Columbo: Schreib oder stirb
(USA 1974, R.: Robert Butler)
Drehbuch: Peter S. Fischer
Verleger Riley Greenleaf ist stinkig. Sein Bestsellerautor Alan Mallory möchte den Verlag wechseln. Greenleaf denkt sich 'nicht mit mir' und der tapsige Lieutenant Columbo hat einen neuen Fall
Für Krimifans ist „Schreib oder Stirb“ ein Highlight. Es gibt zahlreiche Anspielungen auf den Literaturbetrieb und Mickey Spillane (Ja, genau der!) spielt einen Bestsellerautor.
Mit Peter Falk, Jack Cassidy, Mickey Spillane
Hinweis:
Meine Besprechung von Mickey Spillanes “Dead Street”:
kriminalakte2008/01/02/
Freitag, 12. Februar
ARD, 20.15
Nora Roberts: Verschlungene Wege
(USA 2007, R.: Ralph Hemecker)
Drehbuch: Janet Brownell
LV: Nora Roberts: Angels Fall, 2006 (Verschlungene Wege)
Die ziellos durch die USA fahrende, traumatisierte Reece bleibt in einem Kaff hängen. Eines Tages glaubt sie, einen Mord zu sehen. Aber die Leiche fehlt. Gemeinsam mit Krimiautor Brody macht sie sich auf die Suche.
TV-Verfilmung eines Romantic-Thrillers.
mit Heather Locklear, Johnathon Schaech, Gary Hudson, Derek Hamilton
Arte, 20.40 (VPS 20.45)
Metropolis
(D 1926, R.: Fritz Lang)
Drehbuch: Thea von Harbou
Buch zum Film: Thea von Harbou: Metropolis, 1926
Der SF-Klassiker - und wie es sich für einen Klassiker gehört: unglaublich teuer, lang, an der Kasse zunächst gefloppt, von Produzenten und Verleihern in verschiedenen gekürzten Versionen herausgebracht und, vor allem optisch, ein großer Einfluss auf eigentlich alle dystopischen SF-Filme (Was wäre "Blade Runner" ohne "Metropolis"?). Dass die Geschichte eher banal und die Botschaft ärgerlich ist - geschenkt.
Obwohl: Nachdem 2008 in Buenos Aires eine Kopie der verschollen geglaubten Premierefassung entdeckt und aufwendig restauriert wurde, kann heute erstmals die um ein gutes Viertel längere und fast vollständige Version (einige Teile konnten nicht gerettet werden) von "Metropolis" endlich wieder gesehen werden.
Wetterunfühlige Menschen können am Brandenburger Tor eine Open Air Vorstellung erfrieren.
Im Anschluss zeigt Arte um 23.10 die gut einstündige Doku "Die Reise nach Metropolis".
mit Alfred Abel, Gustav Fröhlich, Brigitte Helm, Rudolf Klein-Rogge, Fritz Rasp, Heinrich George
HR, 22.00
JAMES BOND: Lizenz zum Töten
(GB 1989, R.: John Glen)
Drehbuch: Richard Maibaum, Michael G. Wilson
LV: Figur von Ian Fleming

Nachdem Drogenbaron Sanchez seinen Freund Felix Leiter während der Hochzeit schwer verletzt und dessen Künftige umbringt, sieht Bond rot. Im Alleingang bringt er Sanchez um seine Existenzgrundlage.
Der zweite Einsatz von Timothy Dalton war realistischer und härter als die vorherigen Bonds. An der Kasse war er damit nicht so erfolgreich – und die Bond-Macher legten eine mehrjährige Pause ein. Pierce Brosnan beendete die Produktionspause 1995 mit dem kommerziell äußerst erfolgreichen „GoldenEye“.
In „Lizenz zum Töten“ ist die Mischung aus klassischem Bond und modernem us-amerkanischen Action-Kino nicht überzeugend. In Erinnerung bleiben vor allem, dass alles viel brutaler als gewohnt ist. Der nächste Versuch eines härteren Bonds gelang mit „Casino Royale“ wesentlich besser. Aber der nächste Versuch einer Rachegeschichte "Ein Quantum Trost" ging dann, abgesehen vom kommerziellen Erfolg, wieder gründlich daneben.
Das Drehbuch war für einen Edgar nominiert.
Mit Timothy Dalton, Robert Davi, Talisa Soto, Benicio Del Toro
ZDF, 22.55
Der Preis des Verbrechens:
Tod eines Mädchens - Teil 2
(GB 1997, R.: Aisling Walsh)
Drehbuch: Lynda La Plante
Detective Superintendent Michael Walker und Detective Inspector Pat North suchen den Mörder eines fünfjährigen Mädchens, das vor ihrem Tod missbraucht wurde.
Erste Folge der erfolgreichen britischen Serie "Der Preis des Verbrechens". Die Royal Television Society nominierte den Zweiteilter als "best single drama".
Lynda La Plante ist auch verantwortlich für die hochgelobte und mit dem Edgar-Allan-Poe-Preis ausgezeichnete Serie "Heißer Verdacht" (Prime Suspect).
Nachdem der erste Teil sich auf die Ermittlungen konzentriert, konzentriert sich der zweite Teil auf die Gerichtsverhandlung. Von dieser Formel wurde auch in den folgenden "Trial & Retribution"-Fällen nicht abgewichen.
Am 19. Februar geht's dann mit dem zweiten "Der Preis des Verbrechens"-Fall "Herr der Fliegen" weiter.
Mit David Hayman), Kate Buffery, Jake Wood, George Rossi, Rhys Ifans
Homepage von Lynda La Plante:
www.laplanteproductions.com/
Eins Festival, 00.40
Mankells Wallander – Eiskalt wie der Tod
(S 2005, R.: Jörn Faurschou)
Drehbuch: Ola Saltin
LV: Treatment von Henning Mankell
Unbekannte haben zwei Ehepaare im winterlichen Südschweden überfallen, gefoltert und getötet. Kommissar Wallander und seine Tochter Linda suchen die Täter.
Dritter Wallender-Film einer auf dreizehn Teile konzipierten Krimireihe.
Die TV- & Buchtipps. Ein Service der Alligatorpapiere im
NordPark Verlag
Klingelholl 53
42281 Wuppertal
Tel.:0202/51 10 89